Zwickau, 30. April 2018

„Durch die erfolgreiche Veräußerung der MKB ist es uns gelungen, den Fortbestand des Unternehmens sowie einen Großteil der Arbeitsplätze in Zwickau zu sichern. Die optimale Zusammenarbeit zwischen Herrn Dellit und seinem Team, Concentro sowie Herrn Willeke, dem beteiligten Interim Manager, ermöglichte diesen Erfolg.“ - Dr. Alexander Sasse, Partner

„Mit der WVL konnte ein starker und zukunftssicherer Investor für die MKB gewonnen werden, Potenziale und Leistungsportfolien werden optimal genutzt.“ – Elisabeth Donath, Prokuristin

Im Jahr 1992 wurde die Metall-Konstruktions- und Betriebsmittelbau Zwickau GmbH & Co. KG, kurz
„MKB“, als Metall-Sparte und Erweiterung des Leistungsportfolios der Misslbeck-Gruppe um die Muttergesellschaft MT Misslbeck Technologies GmbH gegründet. Die MKB ist auf die Kleinserienfertigung sowie die Prototypenherstellung von Karosserie-Strukturbauteilen spezialisiert, zudem ist das Unternehmen im Werkzeug- und Betriebsmittelbau tätig. Im Juni 2017 übernahm die philippinische Ayala Corp. über ihre Automotive-Tochter AC Industrial Technology Holding mehrheitlich die Anteile der MT Misslbeck Technologies GmbH. In diesem Zusammenhang schied MKB aus der operativen Zugehörigkeit zum Misslbeck-Firmenverbund aus. MKB litt in den vergangenen Jahren unter verschiedenen Versäumnissen im operativen Geschäft. Insbesondere wurden die Vertriebsaktivitäten vernachlässigt, wodurch Folgeaufträge aus dem Bestandskundengeschäft, trotz hervorragender Produktqualität, oftmals ausblieben. Die daraus resultierenden Liquiditätsprobleme verhinderten notwendige Investitionen, wurden zuletzt unüberbrückbar und veranlassten die MKB zur Beantragung des Insolvenzverfahrens im Juli 2017.

Mit der WVL Werkzeug- und Vorrichtungsbau Lichtenstein GmbH wurde ein Erwerber gefunden, welcher selbst bereits seit Jahren im Umland von Zwickau im Bereich der Umformtechnik und als Spezialist für Stufenpresswerkzeuge zur Produktion von Präzisionsteilen etabliert ist. So bleibt für die MKB der logistisch hervorragende Standort nahe wichtiger Automobilhersteller sowie Sublieferanten erhalten.

Die WVL gehört zur AWEBA Group, welche wiederum seit 2016 der Schuler AG angehört. Der Erwerb der MKB fügt sich in die Wachstumsstrategie der AWEBA ein, welche kontinuierlich ihre Position als Markt- und Technologieführer im Werkzeugbau festigt und ausbaut. Im Bereich der Unternehmenstransaktionen ist AWEBA bereits erfahren, da auch die WVL sowie ein weiteres Tochterunternehmen im Jahr 2014 aus der Insolvenz heraus übernommen wurden.

 

hww hermann wienberg wilhelm ist ein auf Rechtsberatung, Restrukturierung, Insolvenz- und Zwangsverwaltung spezialisierter Dienstleister. Mit mehreren hundert Mitarbeitern ist hww in 24 deutschen Städten vertreten und verfügt über ein eigenes internationales Netzwerk. hww Insolvenzverwalter waren bundesweit bereits in tausenden Insolvenzverfahren tätig.